Wer steht dahinter?
Ganz ursprünglich wollte ich mich als Person in diesem Projekt im Hintergrund halten.
Aber die Fragen: "Wer bist Du?" und "warum machst Du das?" kamen sehr schnell. Darum
die Seite Mensch(en) dahinter.
Auch wenn diese Seiten von mir, Bernd Franzen, betrieben werden. Es sind nicht alleine meine
Seiten. Menschen haben mich ausgebildet, geprägt und ihre - aber auch meine - Fragen
sind es, die den Stoff zu diesen Seiten liefern.
Also fragen wir mal :-)
Wer bist Du?
Das nehme ich mal als Aufforderung eine Kurzbiographie zu liefern, denn die Frage WER ich
eigentlich bin, kann ich nicht selber beantworten. Also: Bernd Franzen, Jahrgang 1960.
Verheiratet mit Jutta. Wir haben zwei Töchter, Hanna und Marie, die '93 und '97 geboren sind.
Zwischen Abitur und Studium habe ich zwei Jahre mit Zivildienst und in einem Kloster bei den
Oblaten des Heiligen Franz von Sales verbracht.
Danach Studium der Biologie und Geographie in Köln,
ursprünglich für das Lehramt. Ein starke Spezialisierung auf die Insektenkunde,
Entomologie, speziell die Käferkunde, Coleopterologie, führte zu einem Berufseinstieg an
einer Biologischen Station (u.a. Umweltpädagogik) und Betätigung als freier Biologe bei
Umweltgutachten sowie der tieferen wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Systematik von
Käfern.
Der Ausbruch einer chronischen Krankheit, ein Morbus Crohn, brachte nicht nur eine mehrjährige
schlimme Krankheitsphase mit vielen Operationen und langen Krankenhausaufenthalten, sondern auch
eine Umorientierung. Die wissenschafltiche Beschäftigung mit der Käferkunde blieb dabei
auf der Strecke.
Im Laufe der Zeit hat sich das so Berufsbild immer mehr geändert und heute beschäftige
ich mich, weiterhin freiberuflich, vor allem mit Insekten in industriellen Anlagen - und wie man
verhindern kann, dass sie sich im Übermaß vermehren.
Neben dem Brotberuf wurde die Bewältigung meiner gesundheitlichen Probleme eine entscheidende
Triebfeder für meine Aktivitäten. Etwa ehrenamtlich im Vorstand der
Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV.
Zur Krankheitsbewältigung gehörte für mich schon früh das Erlernen und vor allem
regelmäßige Praktizieren von Entspannungsmethoden. Zunächst Atementspannung,
später auch Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Meditation. Irgendwann habe
ich dann in diesen Techniken auch Seminarleitungs-Scheine erworben, was mir dann in der
Schule für Naturheilkunde
Oberhausen auch formal zum Entspannungspädagogen geschnürt worden ist.
Aus der Erfahrung heraus, dass Aufhören zu lernen nicht Stillstand, sondern Rückschritt
ist, sattle ich auf den Entspannungspädagogen noch den Yogalehrer nach den Richtlinien des
Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland (BDY)
auf. Meine Ausbilderin und Lehrerin ist hier Christel Adolphi aus Duisburg.
Also bist Du jetzt Biologe und Entspannungs- und Yogalehrer?
Das sind die Berufe, die ich ausübe, ja.
Das ist ganz schön viel, gibt es da noch Zeit für Hobbies?
Gute Frage. Ja. Denn die muß es geben. Es ist ja nicht nur der Beruf. Es gibt auch noch Familie,
Ehrenamt, eigene Yogapraxis und -Ausbildung. Alles mit Verpflichtungen und Ansprüchen. Ohne eine
verständisvolle Familie und lange Tage geht das nicht zusammen.
Negative Folgen etwa für das eigene Wohlergehen blieben ohne eigene Yogapraxis nicht aus.
Yoga ist hier sozusagen Beruf, Hobby und sogar Lebenseinstellung. Man kann auch nicht
in einem vollen Leben leben, ohne etwas völllig ohne "Zweck" zu tun. So spiele ich in diesem
Sinn zwecklos Blockflöte und finde Pflanzen faszinierend, was z.B. zum Projekt
fuchsia-home.info
geführt hat, wo ich aber derzeit nur die Technik verwalte. Und ich singe in einem Gospel Chor,
die Pollogne Singers. Andere Beschäftigungen müssen im Moment aber zurückstehen.
Es geht eben nicht immer alles.
Bist du ein spiritueller Mensch?
Tatsächlich treibt mich mehr als rationales Denken und reiner Materialismus. Nicht nur meine
Vergangenheit im Kloster deutet es an. Ich bin ein religiöser Mensch und lebe in einem tiefen
Vertrauen darauf, dass es mehr gibt als unsere körperliche Ebene. Etwas, in dem ich geborgen
und aufgefangen bin.
Als ich mit Atementspannung angefangen habe, meinem Einstieg in die für mich bis dahin neue Welt
der Entspannung, wollte ich nichts von "Spiritualität" wissen. Immerhin bin ich von der
Ausbildung her Naturwissenschaftler und zu der Zeit wirklich davon überzeugt, dass es für
alles rationale Erklärungen gibt. Atme tief und ruhig. Schließe die Augen und lasse alle
Spannung los. Bleibe 5 Minuten in einer aufrechten Sitzhaltung und zähle deinen Atem.
So könnten Anweisungen aussehen, die man sich in der Entspannung gibt.
Die Wahrheit ist: Man kann nicht jeden Tag 15 bis 30 Minuten meditieren, ohne auch spirituell zu
werden. Wenn man solche Dinge tut, passiert automatisch etwas jenseits von Rationalität.
Erst später habe ich entdeckt, dass die Grundlagen für meine Form der Entspannug schon 20
Jahre früher im Kloster gelegt worden sind. Vermutlich aber sogar noch früher. Es gibt
also gelebte Spiritualität, auch ohne dass man sich dessen immer bewußt ist.
Was hälst du von Esoterik?
Da mußte ich glatt nachschlagen. "Der Begriff 'Esoterik' ist heute zumeist ein Sammelbegriff
für ein breites Spektrum verschiedenartiger Weltanschauungen, welche die spirituelle Entwicklung
des Individuums betonen, jedoch durch keine organisierte Religion oder religiöse Konfession im
engeren Sinn als Glaube vertreten werden" ... sagt Wikipedia im September 06 und Esoterik ist
"in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs, die Lehre oder Wissenschaft des Geheimen".
Das Problem ist: Das meiste, was heute als Esoterik verkauft wird ist weder eine echte Weltanschauung,
noch besonders geheim. Sondern im günstigen Fall schlichter Nepp. Im ungünstigen Fall
gefährliche Verblendung. Wenn statt einer lebensrettenden Operation ein Telefonheiler bemüht
wird, dann ist es sogar kriminell.
Wenn man viel mit chronisch Kranken arbeitet bekommt man mit, wie Menschen mit falschen Versprechungen
gelockt werden. Eigenes Erleben und zusehend wie verheerend solche falschen und leeren Versprechungen
sein können, machen es mir schwer jedem Taschenspieler und Horoskopausleger zu vertrauen.
Und was bedeutet das jetzt für "Im Alltag leben"?
Hier gibt es keine wahren Lehren, wenn man so etwas sucht, ist man falsch. Intensive Beschäftigung
mit Yoga, Entspannung und Meditation führen zwangsläufig zu Erfahrungen, die über das
allgemein Normale hinaus für mich Bedeutung haben. Begrifflichkeiten wie feinstoffliche Energie
die fließt, Atem, den ich bis hinunter in die Füße lenken kann etc. sind Dinge, die
nicht in rationalen Begriffen alleine erklärbar sind oder schlicht phyikalisch unmöglich
sind. Aber sie sind fühlbar. Ich lade ein, Übungen zu machen oder Dinge im Leben zu
überdenken. Dann werden sich Erfahrungen einstellen, die für jeden anders sind.
Sind die Erfahrungen gut, dann ermuntere ich jeden, den begonnen Weg weiter zu gehen. Sind sie
schlecht oder sträubt sich etwas in mir, dann bitte damit aufhören. Auf dem Weg der
Entspannung gibt es keine "Erstverschlimmerung", aber hin und wieder kommt es zu das Leben
umwerfenden Erkenntnissen. Ganz ohne geheimnisvolle Dinge, an die man glauben muß.